Sie betrachten die Kategorie »unterwegs«

Vom Inn an den Tiber: Einsam oder gemeinsam?

12. Oktober 2017

Gestern hat der Wind ein gelbes Blatt genau auf mein Fensterbrett geweht, w├Ąhrend ich mit einer Tasse Earl Grey am Fenster stand und den herrlich grauen Himmel angeschaut habe. Das Blatt war der perfekte Herbstgruss und fast zu sch├Ân, um echt zu sein. Es wird Zeit f├╝r den wirklich letzten Italien – Artikel, bevor ich […]

Vom Inn an den Tiber: Noch mehr Sehnsuchtsorte

8. Oktober 2017

Wer in seiner Jugend in den Genuss von Lateinunterricht gekommen ist, stolperte unweigerlich fr├╝her oder sp├Ąter ├╝ber die zweisprachigen „Tusculum“ – Ausgaben. Ich dachte anfangs, das ist halt ein poetischer Name f├╝r einen idealen Ort, an dem sch├Ângeistige Gespr├Ąche stattfinden, oder ein Verlagstrick, um staubtrockene alte Literatur irgendwie an den Mann zu bringen. Bis ich […]

Vom Inn an den Tiber: Probewohnen

3. Oktober 2017

Als wir in Blera ankommen, ist es vier Uhr nachmittags. Alles schl├Ąft. Das ganze h├╝bsche St├Ądtchen befindet sich im Dornr├Âschenschlaf, und w├Ąre es nicht so gut erhalten und gepflegt, w├Ąren da nicht unz├Ąhlige bepflanzte Blument├Âpfe vor den Haust├╝ren und auf den Treppchen, k├Ânnte man meinen, die Stadt sei ausgestorben. Wir schleichen in der Sp├Ątsommerhitze durch […]

Vom Inn an den Tiber: Villa Adriana

29. September 2017

„Noch nie sah ich so malerische Ruinen“, schrieb Viktor Hehn, als er im 19. Jahrhundert die Villa Adriana in Tivoli besuchte. Ich stehe im ausgehenden Winter in Mantel, Stiefeln und Schal beim Dealer meines Vertrauens und habe eben das Hehn – Buch in einem seiner sich biegenden Regale ausgegraben. Es ist mir ein Begriff, weil […]

Vom Inn an die Bandusia: Villa d’Orazio

25. September 2017

Einer der Orte, an den ich mich schon lange gesehnt habe und den man ohne Auto wirklich nicht erreicht, war das Landgut von Horaz in den Sabiner Bergen. Maecenas schenkte ihm das Anwesen. Horaz schenkte Maecenas in den folgenden Jahren eine F├╝lle an Oden. Das waren noch Zeiten, f├╝r beide Seiten! Horaz genoss seine Aufenthalte […]

Vom Inn an den Tiber: Bewahren

18. September 2017

Andere Menschen versuchen nach dem Urlaub, ihre Sonnenbr├Ąune m├Âglichst lange zu erhalten. Mein Vorsatz f├╝r diese Wochen: m├Âglichst viel vom Freiheitsgef├╝hl dieser wunderbaren zwei Wochen in Rom zu bewahren und in den Alltag hin├╝ber zu retten. Denn man merkt erst, wie durchorganisiert, vollgestopft und anstrengend der eigene Alltag ist, wenn im Urlaub alles von einem […]

Vom Inn an die Seine: Seerosen

10. Juli 2017

Gedanken beim Betrachten des eigenen Seerosenteichs: „Wie gr├Ąsslich das Wasser aussieht, so schlimm war es noch nie. Es sollte wirklich mal wieder regnen. Wahrscheinlich kippt der Teich eh vorher um. Und diese Seerosen breiten sich aus wir Unkraut – ich muss das gleich mal dezimieren. (Mit einem Arm voll tropfender Seerosen, einem nassen T – […]

Vom Inn an die Seine: Tour de France mit T├Ârtchenpause

22. Juni 2017

„Also, ich beschreib dir jetzt ganz genau die Schuhe, nach denen ich suche“, beginnt meine Freundin im ICE nach Paris, w├Ąhrend sie den Konditorei – F├╝hrer und ein kleines W├Ârterbuch f├╝r kulinarische Gelegenheiten auf das Tischchen legt. Und ich merke, wie ich innerlich und ├Ąusserlich zu strahlen beginne und mich v├Âllig entspanne. Denn so eine […]

Vom Inn an die Seine: Shakespeare and Company

23. September 2016

Irgendwann kommt jedes Jahr unweigerlich der Tag, an dem man morgens nicht als erstes alle Fenster und Terrassent├╝ren aufreisst, sondern in der Kommode nach w├Ąrmeren Strickjacken sucht. Barfuss fr├╝hst├╝cken ist ganz pl├Âtzlich nicht mehr attraktiv, und auch wenn es einen jedes Jahr wieder ├╝berrascht: es liegt mehr als ein Hauch von Herbst in der Luft. […]

Vom Inn an die Seine: ein Einhorn!

16. September 2016

Als uns der Zug auf der Heimfahrt mit gef├╝hlter Lichtgeschwindigkeit durch die endlos weite sp├Ątsommerliche Landschaft Frankreichs trug, fragte ich mich, was mich am meisten beeindruckt hat in Paris. Weswegen ich auf jeden Fall noch mal wiederkommen wollte. Aber es war zu fr├╝h. In meinem Kopf wirbelte das reinste Kaleidoskop an herrlichen Eindr├╝cken, Ger├╝chen und […]